Kärnten ~ Österreich

Weissensee

traveler bikers 142 km
August 2018 : 2 Tage
In der touristischen Hochsaison – was für uns zwei ungewöhnlich ist – haben wir uns entschlossen noch eine kleine Radtour zu unternehmen, und zwar in unserer Nähe – in Kärnten. Ein Teil des Weges verlief flussaufwärts der Drau entlang. Papa das ist nicht die richtige Richtung … und du fährst dabei noch auf der falschen Seite … und ohne Helm … und schaust nicht nach links oder rechts und … … und Papa … entweder du gehorchst mir oder wir gehen sofort nach Hause. Oh, bei dir bleibt wirklich nichts hängen. Für schöne Posen hatten wir sehr viel Zeit. Wir hatten alle Zeit der Welt. Ein angenehmer Anstieg auf die Gailtaler Alpen bei schwülen 33 °C. Ultimativer Survival-Tipp Nr. 1. Immer wenn es die Möglichkeit gibt, Wasser nachfüllen. Ultimativer Survival-Tipp Nr. 2: Immer wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man im Bach das Mittagessen fangen. Nach erfolglosen Versuchen bestellten wir die Forelle lieber bei einem lokalen Anbieter. Eine kurze Zeit lang regnete es. Ultimativer Survival-Tipp Nr. 3: Immer wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man sich abkühlen. Die Idee für diese Radtour bekamen wir im März dieses Jahres, als … ... mein Sohn Aleks an einem internationalen Skilanglauf-Wettbewerb am Weissensee teilgenommen hat. Wo sind die anderen Teilnehmer? Der See gefriert im Winter zur größten <em>Eisbahn in den Alpen</em>. Obwohl ich oft in Kärnten bin, haben wir diesen See erst in diesem Jahr 3-mal besucht. Warum trägt der See den Namen weiß, wenn er türkisblau ist? Das Seewasser wird alle 9 Jahre <em>gewechselt</em>, Aleks hat alle Cookies in wenigen Minuten aufgegessen. Der östliche Teil des Ufers kann nicht mit dem Fahrrad befahren werden, deshalb begaben wir uns mit dem Schiff auf den westlichen Teil des Sees. Hier ist es ideal für Radfahrer und Spaziergänger. Auch zum Übernachten. Unbestellte Werbung: der See ist der höchstgelegene Badesee Kärntens. Wir haben rechtzeitig die Werbung gesehen und sprangen in das 26 °C warme Wasser auf einer Höhe von 930 m über dem Meeresspiegel. <em>Erlebnis</em> Anstieg auf einen 1074 m hohen Pass … (bei unseren Nachbarn in Österreich gibt es eh nur Erlebnisse). … und die Erlebnis-Bergabfahrt ins Tal. Das Fotofinish der Etappe: Robi überholt rechts, Aleks tick. Was für ein Drama! Der Radweg durch das Gailtal war menschenleer. Ich werde mir den 2.166 m hohen Gipfel des Dobratsch näher mit einem Fernglas ansehen. Wow, schau die Windische Kapelle. Die Deutsche Kapelle (nicht auf dem Foto) steht einige Hundert Meter entfernt und ist die höchst liegende Kirche in den Ostalpen. Ankunft am Ziel bzw. zurück am Ausgangspunkt in Villach. Und noch der letzte ultimative Survival-Tipp: Immer wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man (billiger) Tanken. Voll getankt mit vielen Eindrücken, fuhren wir über die Karawanken zurück nach Hause nach Slowenien.